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Claudia Starke - Jagd

Mysterythriller, der unter die Haut geht


Eine mumifizierte Leiche lässt einen Pathologen im Ruhrgebiet über Jahre nicht zur Ruhe kommen, denn die weibliche Leiche war schwanger. Also war sie nicht so alt, wie sie aussah. 

Es tauchen Jahre später noch mehr dieser Fälle auf, überwiegend Frauen. Blutleer, wie mumifiziert, von außen uralt aussehend, doch sie haben junge Organe. 


Es gibt auch schon einen undercover arbeitenden Jäger, ob dieser den Täter fasst? Außerdem fühlt eine junge Frau die Gefühle des Täters. Mehrere Menschen haben unterschiedliche Motive, aber nicht alle sind ehrlich. 

Claudia Starke reißt uns mit in diesem atemlosen Thriller. Wir fragen uns, was hat der Täter an sich, dass die Frauen sich nicht wehren? 

Was ich verwirrend fand: in jedem Abschnitt geht es von der Schilderung der Handlungen des einen Protagonisten übergangslos zum nächsten. Ein Absatz mit einem Gedankenstrich hätte schon gereicht. Die Autorin hat sich sicher was dabei gedacht, aber von mir gibt es deswegen keine 5 sondern 4 Sterne. 

Die Spannung war einmalig und die Handlung erst recht. 

Claudia Stärke hat das eBook bei neobooks veröffentlicht.



Zur Autorin Claudia Starke:

Claudia Starke ist ein Kind des Potts, des Ruhrgebietes, und wurde 1965 in Buer geboren. Buer ist zwar ein Stadtteil von Gelsenkirchen (1928 eingemeindet), doch die Buerer (gesprochen Buhrer) sind ihr eigenes Völkchen geblieben.

Claudia Starke hat drei Kinder und wohnt noch heute im grünen Norden von Gelsenkirchen Buer. Sie ist Katzenliebhaberin und freut sich, dass sie von ihrer Katze geduldet wird. So ist das mit Katzen.

Als Rikki Marx verfasst Claudia Starke Geschichten für das jüngere Publikum. Noch vor dem Lesen "studierte" Claudia die Zeitung und übte so bereits als Kind das Alphabet. Später las sie dann heimlich Bücher, oft Horrorgeschichten aus dem Fundus ihrer Mutter.

Claudia Starke sagt von sich, dass sie am besten des Nachts schreiben kann. 2000 veröffentlichte sie ihre ersten drei Geschichten im Bastei-Verlag.

Matt Haig - Wie man die Zeit anhält

Ein Buch, das zum Klassiker werden kann



Das Buch hat ein Cover, das zum Kauf verleitet. Ein Mann liegt in einer Uhr - und er hält sie an? Der Titel unterstreicht den Eindruck: Wie man die Zeit anhält.

Natürlich bekommen wir mit der Geschichte des Tom Hazard keine Lösung, unsere Lebenszeit zu verlangsamen, jedoch bei ihm ist es so. Er sieht aus wie Mitte 40, ist  jedoch schon über 400 Jahre alt. Mit Mitte 40 ist er Geschichtslehrer und kann sehr lebendig Geschichte lehren, kein Wunder, hat er sie doch selbst miterlebt. Er hat schon viel Leid miterlebt und war oft auf der Flucht, Menschen fürchten das Abnorme, insbesondere zu Zeiten der Hexenverfolgung. Aber er hat auch bekannte Größen der Literatur und Musik gekannt ebenso wie Entdecker, eben Geschichte live.

Tom hat auch die große Liebe erlebt und musste miterleben, wie nicht nur diese von ihm ging. Er darf sich nicht mehr verlieben. 
Und er muss alle paar Jahre woandershin, damit nicht auffällt, wie langsam er altert, denn dann drohen ihm Experimente für die Wissenschaft. Wenn er sich jemandem anvertraut, wird er wohl im Irrenhaus enden. Tom wird immer einsamer. - 

Und jetzt läuft er Gefahr, sich erneut zu verlieben. Er hat einfach keine Lust mehr. Er möchte nicht mehr weglaufen.

Wir erleben seine Zeit jetzt als Geschichtslehrer ebenso wie die Vergangenheit ab dem 17. Jahrhundert im Wechsel. Matt Haig hat dadurch den Roman sehr lebendig gehalten. Als ich das Buch nach der letzten Seite zuklappte, hatte ich eine Gänsehaut.

Matt Haig hat ein großes Buch geschrieben, das ich allen ans Herz legen möchte. Es wurde von Sophie Zeitz übersetzt.

Das Buch erscheint im dtv-Verlag, Print-Ausgabe: ISBN 978-3423281676, Preis 20 Euro

Es ist auch als eBook und Hörbuch erhältlich.



Zum Autor Matt Haig:

Matt Haig wurde am 3. Juli 1975 in Sheffield, South Yorkshire, England geboren. Er ist Journalist und britischer Bestseller-Autor.
Matt Haig schreibt Sachbücher aber auch sehr erfolgreich fiktionale Werke für jede Altersgruppe. Die Spekulation des Fiktiven ist der Fixstern, um den sich viele seiner Themen drehen.
Familie und Menschen in allen Facetten gehören ebenfalls zu seinen zentralen Themen. 
Matt Haig ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Brighton. Er unterrichtet seine Kinder zu Hause und ist Atheist. Im Alter von 24 Jahren wurde bei ihm eine klinische Depression (MDD) diagnostiziert.
Sein neustes Sachbuch Reasons to Stay Alive erreichte Platz eins der Sunday-Times-Bestsellerliste und hielt sich in der Top-10-Bestsellerliste des Vereinigten Königreiches über 46 Wochen. Seine Romane sind oft düstere und spitzfindige Interpretationen des Familienlebens.
2013 publizierte er seinen international bislang erfolgreichsten Roman The Humans. Der Roman erzählt von einem Außerirdischen, welcher die Gestalt eines zuvor von seinen Auftraggebern getöteten genialen Mathematikprofessors annimmt, um Spuren seiner Arbeit zu vernichten und alle Mitwissenden zu töten.
2017 folgte „How To Stop Time“ über einen scheinbar 40-jährigen, aber in Wahrheit 400 Jahre alten Mann.

Tessa Duncan - Die Canterbury-Fälle - Wer das Vergessen stört

Ein neuer Stern am Thriller-Himmel Ein heller, wolkiger Himmel über einem typisch englischen Städtchen ist auf dem Cover zu sehen.  Tessa Du...