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Claudia Starke - Jagd

Mysterythriller, der unter die Haut geht

Eine mumifizierte Leiche lässt einen Pathologen im Ruhrgebiet über Jahre nicht zur Ruhe kommen, denn die weibliche Leiche war schwanger. Also war sie nicht so alt, wie sie aussah. 

Es tauchen Jahre später noch mehr dieser Fälle auf, überwiegend Frauen. Blutleer, wie mumifiziert, von außen uralt aussehend, doch sie haben junge Organe. 


Es gibt auch schon einen undercover arbeitenden Jäger, ob dieser den Täter fasst? Außerdem fühlt eine junge Frau die Gefühle des Täters. Mehrere Menschen haben unterschiedliche Motive, aber nicht alle sind ehrlich. 

Claudia Starke reißt uns mit in diesem atemlosen Thriller. Wir fragen uns, was hat der Täter an sich, dass die Frauen sich nicht wehren? 

Was ich verwirrend fand: in jedem Abschnitt geht es von der Schilderung der Handlungen des einen Protagonisten übergangslos zum nächsten. Ein Absatz mit einem Gedankenstrich hätte schon gereicht. Die Autorin hat sich sicher was dabei gedacht, aber von mir gibt es deswegen keine 5 sondern 4 Sterne. 

Die Spannung war einmalig und die Handlung erst recht. 

Claudia Stärke hat das eBook bei neobooks veröffentlicht.

Matt Haig - Wie man die Zeit anhält

Ein Buch, das zum Klassiker werden kann


Das Buch hat ein Cover, das zum Kauf verleitet. Ein Mann liegt in einer Uhr - und er hält sie an? Der Titel unterstreicht den Eindruck: Wie man die Zeit anhält.

Natürlich bekommen wir mit der Geschichte des Tom Hazard keine Lösung, unsere Lebenszeit zu verlangsamen, jedoch bei ihm ist es so. Er sieht aus wie Mitte 40, ist  jedoch schon über 400 Jahre alt. Mit Mitte 40 ist er Geschichtslehrer und kann sehr lebendig Geschichte lehren, kein Wunder, hat er sie doch selbst miterlebt. Er hat schon viel Leid miterlebt und war oft auf der Flucht, Menschen fürchten das Abnorme, insbesondere zu Zeiten der Hexenverfolgung. Aber er hat auch bekannte Größen der Literatur und Musik gekannt ebenso wie Entdecker, eben Geschichte live.

Tom hat auch die große Liebe erlebt und musste miterleben, wie nicht nur diese von ihm ging. Er darf sich nicht mehr verlieben. 
Und er muss alle paar Jahre woandershin, damit nicht auffällt, wie langsam er altert, denn dann drohen ihm Experimente für die Wissenschaft. Wenn er sich jemandem anvertraut, wird er wohl im Irrenhaus enden. Tom wird immer einsamer. - 

Und jetzt läuft er Gefahr, sich erneut zu verlieben. Er hat einfach keine Lust mehr. Er möchte nicht mehr weglaufen.

Wir erleben seine Zeit jetzt als Geschichtslehrer ebenso wie die Vergangenheit ab dem 17. Jahrhundert im Wechsel. Matt Haig hat dadurch den Roman sehr lebendig gehalten. Als ich das Buch nach der letzten Seite zuklappte, hatte ich eine Gänsehaut.

Matt Haig hat ein großes Buch geschrieben, das ich allen ans Herz legen möchte. Es wurde von Sophie Zeitz übersetzt.

Das Buch erscheint im dtv-Verlag, Print-Ausgabe: ISBN 978-3423281676, Preis 20 Euro

Es ist auch als eBook und Hörbuch erhältlich.

Dana Brandt - Die Melodie der Traumweber

Ich war gebannt von dieser fantastischen Geschichte


Dana Brandt hat uns mit "Die Melodie der Traumweber" ein wunderbares Märchen erfunden, das mich sofort gebannt hat.

Eine junge Frau macht sich mit ihrem Bruder auf den Weg, um Nordlichter und andere Seltenheiten zu finden; ein Galerist vermisst einen guten Freund, um den er sich begründet Sorgen macht; ein junges Mädchen ist nur mit seinem Vater anzutreffen. 

Diese Menschen treffen sich während eines furchtbaren Schneesturmes in einem Dorf. Die Geschwister und der Galerist kommen in einer Pension bei einer netten Dame unter. Zur gleichen Zeit kommen drei weitere Leute ins Dorf, die sich bei einem Maler treffen. Ein Teil dieser Menschen geht noch einen heißen Kakao in einem Cafe trinken, bevor es Zeit wird, vor dem starken Schneetreiben wieder zurück in die sicheren vier Wände zu kommen.


Ich möchte nicht einen Satz mehr über den Inhalt dieses Buches schreiben. Dana Brandt hat eine ganz wunderbare Art zu schreiben, mit malerischen Worten bindet sie uns an die Handlung. Und ja, ich habe dieses Buch tatsächlich ganz, ganz langsam gelesen, um ja kein Wort zu verpassen und aus Angst, dass es allzu schnell ausgelesen ist. 
Ich hatte das Gefühl, das Buch wird mir vorgelesen. Und man kann es auch vorlesen, denke ich. Das soll nicht heißen, dass der Inhalt nicht spannend ist, ganz im Gegenteil. 

Ich kann von diesem Buch nur schwärmen und die wunderbare Geschichte wird mich so schnell nicht loslassen! Toll, wenn einem so etwas einfallen kann und man es dann noch zu Papier bringt. Danke Dana Brandt!

Die Umschlagsgestaltung und die Illustrationen stammen von Dana Brandt. Auch klasse! Diese vielseitige Frau würde ich gerne einmal persönlich kennenlernen!

Das Buch erscheint im Weibsbilderverlag als Taschenbuch und als e-book.

Phaedra Patrick - Wie Arthur Pepper sich vor seiner Nachbarin versteckte und am Ende doch sein Herz fand

Mit ganz viel Herz und liebevoll geschrieben


Seit es mehrere Bücher mit sehr langen Titeln gibt, lohnt es sich auch, diese besonders in Augenschein zu nehmen. Der Titel ist in dunkelblau auf hellem Grund geschrieben und darauf sind mehrere Sachen abgebildet.

Arthur Pepper ist 69 Jahre alt und Witwer. Der Roman beginnt, als sich der Todestag seiner Frau zum ersten Mal jährt. Er ist ganz allein, obwohl er eine Tochter und einen Sohn hat. Aber beide sind schon nicht zur Beerdigung ihrer Mutter gekommen. Er trägt ihnen das nicht nach, sie werden bestimmt ihre Gründe gehabt haben, zudem lebt sein Sohn weit weg in Australien. Die Tochter allerdings kann ihn fast zu Fuß erreichen. - Ab und zu ruft sie ihn an, es sind jedoch irgendwie recht unpersönliche Gespräche. Arthur schiebt das darauf, dass seine Frau sich mehr um die Kinder gekümmert hatte, weil er ja wegen seiner Arbeit wenig Zeit dazu hatte.



Doch am heutigen Tag geht es ihm so richtig "dreckig" und er vermisst seine geliebte Frau Miriam unendlich. Da klingelt es an der Tür. Es ist seine Nachbarin Bernadette, die sich, seit er allein ist, ab und an um ihn kümmert und etwas zu essen vorbeibringt. Doch diesmal macht Arthur sich ganz klein, damit Bernadette ihn nicht durch Fenster oder Tür sehen kann. Wahrscheinlich wird sie wohl wieder etwas vor der Tür abstellen.

Was tun heute, soll er seine tägliche Routine unterbrechen? Ja! Er nimmt sich vor, die Sachen seiner Frau in Säcke zu packen und wegzugeben. Er begibt sich die Treppe hinauf ins Schlafzimmer, öffnet den Kleiderschrank und verpackt die Bekleidung seiner verstorbenen Frau. In einem Stiefel ist ein herzförmiges Schmuckkästchen. Es bereitet ihm keine Mühe, es mit einem kleinen Dietrich zu öffnen.
Er findet etwas, das so gar nicht zu seiner Miriam gepasst hat: ein Bettelarmband. Auf einem steht eine Telefonnummer in Indien, Arthur ruft an. - Damit beginnt für Arthur Pepper eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit seiner Frau, denn er wird weitersuchen, woher die anderen Anhänger stammen.

Phaedra Patrick hat ein wundervolles Buch geschrieben über Zwischenmenschlichkeiten, Liebe, Verzicht, Wundern und Staunen. Wir erleben mit, wie aus dem Eigenbrötler Arthur Pepper ein reiselustiger und mutiger Mensch wird, der sich auch mal traut, Fremde anzusprechen; bei  ihm nahe und näher stehenden Menschen geht er mehr aus sich heraus, bis er nicht mehr wiederzuerkennen ist. Eine solche Wandlung ist vielen Menschen zu wünschen.

Die Sprache des Romans ist sowohl bildhaft als auch sehr lebhaft, das Buch lässt sich sehr gut und flüssig lesen, man möchte es nicht aus der Hand legen.


Die Autorin kam auf die Idee, dieses Buch zu schreiben, als sie ihrem Sohn ihr Bettelarmband aus der Kindheit zeigte und die Geschichten der einzelnen Anhänger erzählte.

Der Roman erschien im Verlag btb im Februar 2018. Er wurde aus dem Englischen übersetzt von Beate und Ute Brammertz.

Jürgen Schmidt - Zwentibolds Rache

Die Kleinarbeit eines Privatdetektivs


Der Autohausbesitzer Bernd Bödecker feiert mit seiner Frau gemeinsam mit vielen Freunden den 10. Hochzeitstag. Ein Gast, ein bekannter Autor, benimmt sich unter Alkoholeinfluss dermaßen daneben, dass der Gastgeber ihm mit Nachdruck den Ausgang zeigen muß, schließlich hatte er bereits mehrere Damen belästigt. Unter lautem Protest zieht er von dannen. 

Am nächsten Tag findet man den Gastgeber schwer verletzt auf der Straße liegend - später erliegt er seinen Verletzungen. Die Polizei verdächtigt den Autor und dieser engagiert den Privatdetektiv Andreas Mücke, der mit seiner Partnerin Jessica Reinders, einer sehr guten Freundin der Bödeckers, ebenfalls an der Party teilgenommen hat.

Andreas nimmt den Auftrag an und wird fortan von der Familie gemieden, ja sogar gebeten, nicht an der Beerdigung teilzunehmen.

Es gibt im Laufe der Ermittlungen des Privatdetektivs immer mehr Verdächtige. Einer lügt mehr als der andere, wem kann man glauben? Und wer ist überhaupt Zwentibold?

Von den polizeilichen Ermittlungen erfährt der Leser kaum etwas, wohl vom Privatleben des Privatdetektivs, seinen zwei Kindern aus unterschiedlichen Ehen und natürlich von den Verdächtigen.

Der Kriminalfall, der kein Thriller ist, entwickelt sich gemächlich und man muss als Leser schon aufpassen, dass man alle Personen richtig nachverfolgt. Aber dann nimmt der Fall auch sehr schnell eine rasante Fahrt auf und bekommt ein Finale, mit dem keiner gerechnet hat.

Jürgen Schmidt hat eine flüssige Schreibe, man kann sich gut vorstellen, bei diesem Kriminalfall dabei gewesen zu sein.

Andreas Gruber - Die schwarze Dame

Wer jagt wen?


Privatdetektiv Hogarts Vater ist ein enger Vertrauter des Chefs einer Versicherungsgesellschaft. Als diese eine Außendienstmitarbeiterin, die zudem noch die Nichte des des Chefs ist, in Prag "verliert", wird Hogard eingeschaltet. 

Es geht um einen Versicherungsbetrug. Unersetzliche Bilder, die in einem Prager Museum untergebracht waren, sollen bei einem Feuer vernichtet worden sein.. Die vermisste Versicherungsdetektivin hatte bereits gemeldet, dass es sich allerdings um einen Betrug handele, die echten Bilder nicht verbrannt seien und sie auch die Beweise dafür habe. Aber jetzt fehlt jede Spur von ihr.

Trotz seiner Einwände, dass er keinerlei Ahnung von Kunst habe, erhält Hogard den Auftrag, sich nach Prag zu begeben und die Versicherungsdetektivin zu suchen. Es sei nicht seine Aufgabe, nach den Bildern oder dem Betrug zu forschen, die Versicherung wolle die Mitarbeiterin wiederfinden, diese habe ja alle Beweise.

Kaum in Prag angekommen, sticht er in ein Wespennest. Er sucht den Mann auf, der sich am meisten für Sammlerstücke interessiert, dieser , der "König von Prag" genannt, hat seine Finger jedoch überall drin und es kommt keiner in die Stadt, ohne dass er darüber informiert ist.
Bei diesem lernt Hogart eine Dame kennen, von der er jedoch seine Finger lassen soll, wie man ihm unmissverständlich und mit Körperkraft beim Verlassen des Grundstückes mitteilt. 

Nichtsdestotrotz lädt ihn eben diese Dame zum Essen ein. Er folgt dieser Einladung. Allerdings kommen die beiden nicht mehr zu ihrem gemeinsamen Essen, sondern stattdessen gerade eben mit dem Leben davon.  

Er erfährt von ihr, dass in Prag ein Serienmörder gesucht wird, der seine Opfer verstümmelt. Hängen beide Fälle, die vermisste Versicherungsdetektivin und der Serienmörder, zusammen? Gott sei Dank hat die Privatdetektivin Ivona Markowic, die Dame, die ihn eingeladen hat, gute Verbindungen zur Polizei wie zur Maffia (dem König von Prag). Auch ihr Bruder und dessen Freund helfen den beiden.

Andreas Gruber hat einen Thriller um den Privatdetektiv Peter Hogart geschrieben, der den Leser mit ermitteln lässt. Kaum meint man, die richtige Spur aufgenommen zu haben, läuft man jedoch wieder gegen eine Wand. Der Spannungsaufbau ist einmalig gut, kaum denke ich, gut - und jetzt, was kann man noch unternehmen, hat einer der Protagonisten die zündende Idee. 

Ich danke Andreas Gruber für diesen Thriller und freue mich auf die nächsten Romane, in denen "Peter Hogart ermittelt".

Leonie Swann - Dunkelsprung

Phantasie mit Neugier, Spannung und Schmunzel
Julius ist Goldschmied und ein großer Flohdompteur. Seine Flöhe verstehen ihn und machen alles freiwillig. In einer schlimmen Nacht überlebt er nur, weil eine Nixe ihn aus dem Wasser rettet, jedoch fordert sie etwas dafür. Er soll ihre gefangen gehaltene Schwester retten.


Er sucht Hilfe bei dem Privatdetektiv Green und ist selbst überrascht, dass dieser ihm wohl glaubt. Green bringt ihn zu seinem Therapeuten, der Julius hypnotisiert. Nun weiss er, wo er zu suchen anfangen muss. Aber es wird leichter - und schwerer. Denn nicht nur die Nixe, auch andere Wesen werden festgehalten. Einem von ihnen gelingt die Flucht und gemeinsam nehmen sie den Kampf auf. 

 Das Buch ist anfangs für mich persönlich recht verwirrend gesessen und ich wollte schon einige Seiten überschlagen oder es gar aus der Hand legen. Doch genau zum rechten Zeitpunkt hat es mich gefesselt. Neugier, Spannung und Schmunzeleinheiten sind im richtigen Maß verteilt. Es ist ein Buch, das ich dem Genre Fantasy zuordnen möchte.

Janette John - Kein Mord verjährt

Irgendjemand beißt sich immer fest


Es ist Fasnacht in Konstanz, genauer gesagt der Schmotzige Dunschtig, der Schmutzige Donnerstag (bei uns Altweiber), der das fröhliche Treiben eröffnet, das bis zum Rosenmontag dauern wird. Tausende Narren feiern mit Umzügen und anderem die fünfte Jahreszeit. Die Straßen werden unsicher gemacht, die Menschen freuen sich.

Das gilt jedoch nicht für alle. Die Kriminalbeamtin Nadine Andres schiebt Dienst. Als sie sich einen Kaffee ziehen will, sieht sie eine verhärmt aussehende Frau im Flur sitzen, die sie nicht kennt. Ein Kollege der KTU fordert sie auf, diese doch mal anzusprechen. Es stellt sich heraus, dass Frau Linda Wendel ihren Sohn vermisst. Er ist vor drei Jahren aus der gemeinsamen Wohnung spurlos verschwunden. Jetzt sitzt sie jeden Donnerstag bei der Polizei, um sich in Erinnerung zu bringen, auch wenn einige von Nadines Kollegen annehmen, sie sei wohl schon etwas verwirrt, was sie aber nicht ist.

Nadine spricht mit Frau Wendel und gräbt sich anschließend in die Tiefen ihres Computers ein, beginnend mit den Vermisstenfällen 2014.
Sie liest die gesamte Ermittlungakte, hat doch über das Wochenende genügend Zeit. Sie beginnt erneut noch mal mit den Ermittlungen. Unerwartete Hilfe bekommt sie von einem Ex-Kollegen, der sie in die Richtung einer vermissten Frau weist. Diese Frau ist allerdings bereits seit 2007 vermisst. Hängen diese Fälle zusammen, kommen noch weitere hinzu?

Jetzt muss sie erst mal abwarten, bis ihr gesamtes Team wieder im Dienst ist, das wird jetzt doch zu kompliziert. Neben ihren Kollegen helfen bei der Lösung der Vermisstenfälle auch zwei reizende alte Damen. 

Wie bei vielen Kriminalfällen ist die Abartigkeit des Mörders schlicht monströs, man kommt vom Schütteln in Grauen. Allein deswegen finde ich es immer wieder gut, dass die Kriminalisten nicht alleine arbeiten, sondern im Team. Gemeinsam lässt sich doch alles besser schultern.

Janette John hat ihren Kriminalroman, der kein Thriller ist, nachvollziehbar und schlüssig geschrieben. Die Sprache ist flüssig und man kann das Buch gut ohne große Pausen lesen. Neben der Hauptfigur Nadine, die wir die gesamte Zeit bis zur Auflösung begleiten, lässt sie auch einige Gedanken der anderen Protagonisten einspielen. Diesen Roman kann man sicherlich gut verfilmen.

Janette John ist eine verlagsunabhängige Autorin, die sich auch selbst um das Marketing ihrer Bücher kümmert. Ich wünsche ihr weiterhin viel Erfolg.

Catharina Junk - Bis zum Himmel und zurück

Gefühle sind nicht erlaubt


Das Cover des Buches passt absolut zum Titel, es ist wunderschön und regt dazu an, das Buch in die Hand zu nehmen

Katja ist Drehbuchautorin. Sie wurde in einer sehr liebevollen Familie großgezogen, bis - ja bis etwas ganz Schlimmes passierte, wofür sie sich auch als Erwachsene noch die Schuld gibt. Die Familie zerbrach. Auch hierfür gibt sie sich die Schuld.
Bei dieser Vergangenheit staunt man, dass sie es so weit gebracht hat.


Aber mit Hilfe ihrer bestene Freundin Alexa gelingt es ihr, aktuelle Probleme zu lösen, denn diese haben ja nichts mit ihr und ihrem Leben zu tun. Als sich plötzlich ihre Mutter bei ihr meldet und eine 12-jährige Halbschwester vor der Wohnungstür steht, ist sie total überfordert. Muss sie sich jetzt ihrer Vergangenheit stellen, obwohl sie das nicht möchte?

Die Autorin schreibt sehr flüssig in der Ich-Form, ab und an in der Vergangenheit, aber das stört nicht, im Gegenteil, das klärt uns Leser auf und lässt uns mit Katja fühlen.


Ich habe selten ein Buch gelesen wie das von Catharina Junk. Sie schreibt, wie sie denkt - zumindest nehme ich das an. Man kann sich voll und ganz in sie hineindenken. Es gibt viele Stellen im Buch, bei denen ich schon wegen der Formulierungen laut lachen musste. Allerdings lässt das Buch auch nichts an Tiefe vermissen, dafür ist das Thema zu ernst.

Catharina Junk - ein Name, den man sich merken sollte!


Das Buch erschien im März 2018 bei Kindler/Rowohlt (https://www.rowohlt.de/)

John Grisham - Forderung

Chancengleichheit gibt es nicht Ich vertrete diese Meinung wirklich: Chancengleichheit gibt es nicht. Kinder von Akademikern haben es le...