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Martin Schörle - Zwei Theaterstücke

Einfach nur herrlich!


Wer den Finanzbeamten Willi Winzig kennt - seinerzeit gespielt von Heinz Erhardt - denkt bestimmt, er hat schon alles erlebt, was ein Beamter auf die Bühne bringen kann. Aber weit gefehlt! Autor Martin Schörle stellt in seinem Theaterstück "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" den Vollblutverwaltungsbeamten Hans Fredenbeck vor. Hans kann so gut wie nie abschalten, aber das will er auch nicht. Auch im Urlaub fällt ihm etwas ein, was er durchführen kann. In seinem Büro findet er sich oft genug selbst nicht mehr zurecht. Ob seine Kollegen ihn noch für voll nehmen, ist zu bezweifeln. Dieses Theaterstück ist schon mal sehr gut vorstellbar, allerdings als Monolog des Darstellers. Hinreißend!


In "Einladung zum Klassentreffen" wird 20 Jahre nach dem Abitur Marina von ihrem ehemaligen Schulkollegen Carsten zu eben diesem Treffen per Telefon eingeladen. Sie sitzt nach der Arbeit in der Bahn. Zwar sitzt sie alleine in einem Abteil, doch die Mitfahrer im Nachbarabteil und im Gang können das Gespräch verfolgen. Marina und Carsten hatten in der Schulzeit eine Liebesbeziehung. Doch dann kam das Leben dazwischen. Während des Telefonats erinnern sich die beiden - und mehr. Für die Zuhörer wird es immer spannender . . .
Dieses Theaterstück, ein Dialog zwischen den beiden, ist so gut beschrieben, dass ich es "gesehen" habe. 

Martin Schörle hat eine wunderbare Art, diese Skripts für die Theaterstücke zu schreiben. Als Schauspieler wäre ich ganz heiß darauf, auf die Bühne zu kommen und zu proben. Da ich aber keiner bin, würde ich mir für die Stücke auf jeden Fall Eintrittskarten besorgen.

Die beiden Theaterstücke wurden veröffentlicht im Engelsdorfer Verlag.


Zur Autor Martin Schörle:

Martin Schörle ist am 24. Februar 1960 geboren.
Nach dem Abitur hat er die Beamtenlaufbahn eingeschlagen. Daher weiß er wovon er spricht und schreibt. Schörle hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit seiner Frau in Hamburg.
Seit über 20 Jahren hat er sich dem Kabarett verschrieben. Seine schaupielerischen Engagements liegen aber auch durchaus im ernsten Bereich. Draußen vor der Tür, das Drama um den Heimkehrer Beckmann von Wolfgang Borchert, liegt ihm ebenso wie die Komödien, die nahe an Walter Matthau und Jack Lemon angelehnt sind. Auch an Krimis hat er sich erfolgreich herangewagt.
Kabarettistische Lesungen, gemeinsam mit Jürgen Gebert finden reges Interesse bei den Zuhörern. Dabei treffen mit seinem Beamtenmonolog und Business-Class-Glossen zwei Welten aufeinander, die dem Zuhörer schnell klarmachen, dass Absurditäten auf allen Ebenen des Berufgslebens zu finden sind.

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