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C.R. Scott - Love the fiancé

Ein beschwingter Liebesroman



C. R. Scott schenkt uns mit "Love the Fiancé" ein paar leichte Stunden des Auf und Ab von Verliebten, die sich - natürlich - etwas ganz anderes vorgenommen haben. 

Laurie soll Trauzeugin ihrer besten Freundin Hanna, einer jungen Bäckerin in der Konditorei der Eltern, werden. Der Hammer ist, die stille, bodenständige Hanna wird den Industriellensohn Adam heiraten, der bis vor kurzem vor allem wegen seines Lebenswandels durch alle Gazetten ging. Doch er soll sich sehr geändert haben, versichert Hanna.

Es kommt, wie es kommen muss. Laurie verliebt sich - in den zukünftigen Mann ihrer Freundin. Sie möchte am liebsten flüchten, denn das will und kann sie ihrer besten Freundin nicht antun. Doch natürlich flüchtet sie nicht. Sie unterstützt Hanna bei den Vorbereitungen, denn die Hochzeit soll bereits in zwei Monaten stattfinden. Dann verknackst sich Hanna den Knöchel und Laurie übernimmt mit dem Verlobten die weiteren Vorbereitungen, Blumenarrangement, Hochzeitsanzug etc. - Doch es erwartet sie noch eine Überraschung.

Die Autorin unterhält ihre Leser gerne mit ihren Liebesromanen, so auch mit diesem. Der Roman ist leicht zu lesen und verführt zum Träumen und Abschalten. Eine nette Urlaubslektüre z.B. für den Strand. Er umfasst 123 Seiten in 12 Kapiteln und wird überwiegend aus Lauries und Adams Sicht erzählt.

Der kleine Roman wurde für ihre Newsletter-Abonnenten geschrieben. Ich denke, er ist zum Kennenlernen ihrer Liebesromane geeignet. Auf ihrer Homepage ist er kostenlos herunter zu laden.



Zur Autorin C.R. Scott:

C.R. Scott wuchs im Norden unserer Republik auf. Seit einiger Zeit lebt sie jedoch am anderen Pol im Süden Deutschlands.
Schon früh träumte sie vom kreativen Schreiben. Bevor sie sich jedoch aufs Glatteis begab, absolvierte sie nach dem Abitur eine Ausbildung als Mediengestalterin.
Nach dem Studium der Geschichte und Literatur widmete sie sich ganz dem Schreiben. Sie verfeinerte ihren Schreibstil nach eigener Aussage durch viele Erfahrungen bei namhaften Verlagen.
C.R. Scott ist verheiratet und lebt in der Natur nahe eines Waldes in Süddeutschland. Sie schreibt mit großem Erfolg zeitgenössische Liebesromane.
"Die Freude am Schreiben soll sich auf jede meiner Zeilen übertragen. Mein Wunsch ist es, den Leserinnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. "Schnulze", "seichte Liebesgeschichte" und "moderner Groschenroman" kann man ruhig zu meinen Werken sagen. Denn das ist genau das, was ich selbst gerne lese, um abzuschalten." (Zitat C.R. Scott)"

Eve Chase - Die Schwestern von Applecote Manor

Geheimnisvolle packende Familiengeschichte



Das Cover zeigt ein altes Herrenhaus umgeben von einem Park. Es muss für Kinder herrlich sein, hier aufzuwachsen. 

Die vier Geschwister Flora, Pam, Margot und Dot verbringen ihren Sommer bei Tante und Onkel auf dem Lande, auf Applecote Manor. Ihre kapriziöse Mutter ist dem Ruf an eine Stelle im Sekretariat des Konsuls in Marrakesch gefolgt. Die Mädchen freuen sich sehr auf diesen Sommer 1959, den sie nun nicht in Chelsea, London verbringen müssen.

Margot wird uns alles über ihre Erlebnisse hier auf Applecote Manor erzählen. Auch, dass die Stimmung im Haus bei ihrem Eintreffen sehr gedrückt ist. Sie erkennen ihre Tante kaum wieder, die immer Scherze auf den Lippen hatte. Das alles hat einen Grund: Ihre Cousine Audrey verschwand hier von jetzt auf gleich vor fünf Jahren. Die Mädchen nehmen sich vor, das Geheimnis um ihre Cousine zu lüften.
Da sie eine zusammengeschweisste Gemeinschaft sind, schaffen sie es als erstes, die Tante und den Onkel aufzuheitern. 

50 Jahre später: Jessie, die den Witwer Bill geheiratet hat, ist mit ihm auf der Suche nach einem Haus auf dem Land. Sie verliebt sich umgehend in Applecote Manor. In dieses Haus muss allerdings viel Geld gesteckt werden. Auch hat Bill immer eine lange Fahrtzeit zu seiner eigenen Firma vor sich. 
Aber ihr gemeinsames Ziel ist es, Bills Tochter gewissen Einflüssen zu entziehen, deshalb kaufen sie das Haus. Bella ist in der Pubertät und lehnt Bills neue Frau Jessie absolut ab, ja sie scheint sie zu hassen. Den Unfalltod ihrer Mutter Mandy hat sie auch noch nicht verwunden. Ihre kleine Schwester Romy, die gemeinsame Tochter von Jessie und Bill, verachtet sie offensichtlich. Sie macht es Jessie auch hier kein bisschen leichter, an sie heranzukommen. Gleich ganz zu Anfang weist sie darauf hin, dass mit dem Haus etwas nicht stimmt. Ob das Ablehnung ist oder Empathie?
Die Zeit ab dem Einzug erzählt uns Jessie.

Dies ist mein erstes Buch von Eve Chase. Sie schreibt flüssig und steigert die unterschwellige Spannung langsam aber stetig. Ich kann mich in beide Zeiten, 1959 und 2009 gut hineinversetzen. Alle Charaktere, insbesondere Margot und Jessie, die Erzählerinnen, sind sehr gut beschrieben. Ich möchte sie hier nicht näher beschreiben, sonst spoiler ich. 

Als ich das Buch aus der Hand legte, hatte ich eine Gänsehaut. Ein Roman, von dem man sagen kann: der Kreis schließt sich.

Der Roman wurde übersetzt von Carolin Müller. Umschlagsmotiv © Evelina Kremsdorf/Trevillion Images

Das Buch wurde veröffentlicht bei Blanvalet Verlag, in derVerlagsgruppe Random House GmbH, München.


Zur Autorin Eve Chase:

Eve Chase ist das Pseudonym einer jungen Journalistin, die im UK für mehrere Maganzine und Zeitungen geschrieben hat, bevor sie sich als Autor profilierte.
Sie lebt in Oxfordshire und fühlt sich am wohlsten, wenn sie in ihrem Schuppen im Garten sitzt und schreiben kann. Es ist ihr kleiner Raum, der sie inspiriert und in dem sie ihre Phantasien und Geschichten erlebt.
Sie liebt das rasante Erzähltempo, so dass ihr die Worte sozusagen auf der Zunge tanzen.
Eve Chase ist verheiratet und hat drei Kinder. Außerdem ist sie Hundehalterin. Zum Ausgleich betreibt sie Yoga.
Sie hat ein obsessives Verhältnis zum Garten und wühlt gern mit den Händen in der Erde, ohne den sprachlichen Teil ihres Gehirns einzuschalten.
Eve Chase wollte schon immer über Familien schreiben – solche, die fast untergehen aber irgendwie doch überleben – und über große, alte Häuser, in denen Familiengeheimnisse und nicht erzählte Geschichten in den bröckelnden Steinmauern weiterleben.

Tania Krätschmar - Die Rückkehr der Apfelfrauen

Ein Roman für Naturfreunde


Wie der Titel schon andeutet, gibt es zu diesem Buch schon einen Vorläufer. "Eva und die Apfelfrauen" muss man aber nicht gelesen haben, um in diesen Roman einzusteigen. Es geht um fünf Freundinnen und einen Apfelhof, in dem es sehr viele verschiedene Apfelsorten gibt. Der Apfelhof gehört den Freundinnen, er wird jedoch bewohnt und verwaltet von einer weiteren Frau namens Dani. 

Danis Partner gewinnt eine Reise für zwei Personen zur Chinesischen Mauer. Einen Haken gibt es dabei: die Reise muss umgehend angetreten werden. Aber es ist mitten in der Apfelernte. Hinzu kommt, dass Wannsee touristisch erschlossen werden soll und Dani einen Antrag auf ein Apfelbaumhotel gestellt hat. Die Freundinnen halten natürlich zusammen und reisen gemeinsam nach Wannsee, um den Hof vor Besichtigung der zuständigen Kommission herzurichten. 

Doch was erleben sie dort? Gegenüber will ein eingebildeter Lackaffe ein Spielcasino errichten! Ob nun noch alles gut geht? 

Außerdem lernen sie einen Naturburschen kennen, der sie bittet, im Apfelgarten zelten zu dürfen. Als Gegenleistung hilft er ihnen bei der Arbeit. Aber so ganz koscher erschient ihnen dieser auch nicht. 

Die anstehende Arbeit, die erledigt werden muss, bis die zuständige Kommission erscheint: Das Fallobst liegt "meterhoch" zwischen den Reihen und muss aussortiert werden. Die schlechten Äpfel wandern auf den Kompost. Mit den besseren und den frisch gepflückten Äpfeln wird gekocht und gebacken. Zusätzlich wird Saft hergestellt.

Tania Krätschmars Roman kommt für meine Begriffe erst langsam auf Touren. Doch dann setzt sich ihre flüssige Feder durch. Ich kann mir alle fünf Freundinnen gut vorstellen, ob sie nun zickig sind oder liebevoll miteinander umgehen. Sie sind, wie es sich für Freunde gehört, füreinander da. Allerdings wurde es mir etwas zuviel mit den Mahlzeiten. An jedem Tag etwas mit Äpfeln, manchmal sogar mittags und abends, nein, da wäre ich laufen gegangen. Obwohl, die Rezepte hören sich sehr gut an. So sind im Anhang auch gleich fünf Rezepte abgedruckt.

Ich denke, dies ist ein Frauenroman für Menschen, die gerne etwas über Bäume allgemein und Apfelbäume im Besonderen lernen möchten. Ich wußte auch nicht, wie viele Sorten von Äpfeln es gibt. 

Der Roman erscheint im Verlag blanvalet.



Zur Autorin Tania Krätschmar:

Tanja Kraetschmar wurde 1960 in Berlin geboren.
Sie machte zunächst eine Berufsausbildung zur Buchhändlerin. Daran schloss sie ein Studium der Germanistik an, zunächst in Berlin und später dann in Florida und New York in den Vereinigten Staaten.
Sie arbeitete als Bookscout in Manhattan und lebte ein Jahr in den Niederlanden. Ende der Achtziger, kurz vor dem Mauerfall, kehrte sie dann nach Berlin zurück.
Seit dem schreibt sie Bücher. Ihre Werke werden vorwiegend als Liebesromane gelistet.
Tania Krätschmar hatte zeitweise eine Second-Hand Botique und machte einen beruflichen Ausflug in die Bio-Landwirtschaft.
Heute arbeitet sie als Autorin, Texterin und Übersetzerin. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.
Ihr Roman "Seerosensommer" wurde für das ZDF verfilmt.
Krätschmar ist seit 2009 Mitglied der "DELIA - Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren und -autorinnen".

Karin Slaughter - Ein Teil von ihr

Ein Thriller, den man mit in den nächsten Tag nimmt



Das Cover ist blau, es zeigt u.a. ein zerkratztes Frauenfoto. Es macht auf jeden Fall neugierig.

Karin Slaughters Roman "Ein Teil von ihr" geht an die Grenzen. Andrea ist mit ihrer Mutter zu ihrem 31. Geburtstag in einem großen Center zum Essen. Von jetzt auf gleich ändert sich ihr gesamtes Leben. Bei einer Schießerei schützt Laura ihre Tochter, indem sie sich direkt vor den Täter stellt und ein Messer mit der Hand abfängt. Dieses Messer, das durch den Handrücken herauskommt, wird zur Verteidigungswaffe. Andreas Mutter bringt den Angreifer damit um. Laura kommt schwerverletzt ins Krankenhaus. Sie wird operiert und lässt sich schnell wieder entlassen.

Dieser Vorfall aus dem Center wird immer und immer wieder im TV gezeigt. Ein Anwesender hat alles gefilmt.

Laura schickt ihre Tochter fort. Sie ist nicht wiederzuerkennen, so kalt ist sie Andrea gegenüber. Sie scheucht sie mit aller Gewalt fort, weil sie schon lange gesucht und verfolgt wird. Das weiß Andy aber nicht. Ihre Tochter kann nicht ahnen, wer diese Frau wirklich ist. Sie folgt der Anordnung ihrer Mutter, doch sie kommt dem Geheimnis um deren wahre Identität auf die Spur. Ihr gesamtes Leben scheint auf einer Lüge aufgebaut zu sein. 

Durch ihre Neugier bringt Andy nicht nur ihre Mutter in allergrößte Gefahr. 

Der Roman wird in zwei Zeiten erzählt. 1986: Ein charismatischer Mann vermag eine Menge Menschen um sich zu versammeln und zu manipulieren. 2018: die oben genannte Schießerei und der Beginn vom Ende. 
Es mag einige stören, dass die Zeit in 1986 sehr ausführlich beschrieben wurde. Aber wir müssen ja auch verstehen, weshalb alles so gekommen ist. Die Vergangenheit wird aus der Sicht von Andys Mutter berichtet. Die Neuzeit erfahren wir aus Andys Sicht, die ja von der Vergangenheit nichts weiß.

Karin Slaughter hat wieder einmal einen superspannenden Thriller geschrieben. Durch den Wechsel zwischen den Zeiten wird er immer spannender. Ihre bekannt flüssige Sprache lässt die Seiten dahinfliegen. Ich habe jede einzelne Zeile genossen. 

Das Cover mit dem zerkratzte Frauenfoto weist m.E. 
darauf darauf hin, wie sich Andreas Bild von ihrer sanften Mutter immer mehr verändert. 

Karin Slaughter hat zwei passende Zitate von Emily Dickinson ins Buch eingefügt. Sie sind aus Emily Dickinson, Sämtliche Gedichte, mit Genehmigung des Carl Hanser Verlags erfolgt.

Der Roman wurde veröffentlicht bei HarperCollins.

Original erschienen bei: William Morrow, New York
Veröffentlicht bei HarperCollins Publishers



Zur Autorin Karin Slaughter:

Karin Slaughter wurde am 06. Januar 1971 in Atlanta Georgia, USA, geboren.

Sie wuchs in einer Kleinstadt in Georgia auf, bevor es sie in die Geburtsstadt und Hauptstadt Atlanta hinzog. Ihre Eltern ließen sich scheiden und Karin wuchs bei ihrem Vater auf. Die Erziehung, so berichtet sie, übernahm die zweite Frau des Vaters, die Bankkauffrau war.

Dort, wo sie aufwuchs, war die Kriminalitätsrate recht hoch und vor allem Kapitalverbrechen führten die Statistik an.

Ihren Lebensunterhalt verdiente sie mit einer Werbeagentur, bevor sie sich ganz auf das Schreiben konzentrierte.

Ihre Romane spiegeln die Eindrücke aus ihrem Leben wider und sind von brutaler Authentizität. Kennzeichnend für die Kriminalromane der Autorin war von Beginn an die Beschreibung brutalster Handlungen, wie z. B. Folterungen der Opfer, Kindesmissbrauch.

Ihre Bücher waren zunächst vor allem in Großbritannien erfolgreich, bevor sie den Durchbruch weltweit schaffte. Mit weit über 30 Millionen Büchern in 32 Sprachen gehört Karin Slaughter heute zu den erfolgreichsten AutorInnen weltweit.

Auf ihren Leserreisen nach Europa besucht sie auch regelmäßig Deutschland. Auf ihrer Homepage (blanvalet) ist ein Livestream von 2014 zu finden.

Brita Rose Billert - INDIAN COWBOY - Die Nacht der Wölfe -

Freundschaft und Loyalität über alles


Ryan Black Hawk ist ein 16-jähriger Lakota-Indianer. Rauschgift und Alkohol spornen ihn an bei illegalen Autorennen. Die Frauen liegen ihm zu Füßen. Als zwei Freunde ihn zuhause "abstellen", vollgedröhnt wie er ist, versteht es sein Vater, ihm diese Angewohnheiten umgehend abzugewöhnen. Seine Freunde dagegen verunglücken tödlich. Ryan bemüht sich von Stund an, bei seinem Vater sein Gesicht wieder zu gewinnen. Alkohol und Rauschmittel rührt er niemals wieder an.

Er hilft auf der Pferderanch seines Vaters, soweit er kann. Doch es sieht schlecht aus. Seine Mutter wird krank, die Kosten für das Krankenhaus und die Medizin gehen bis an die Grenzen. Damit sein Vater die Pferde nicht verkaufen muss, verdingt er sich als Cowboy bei einem weißen Mann. Dort wird er ausgenutzt und über den Tisch gezogen. 

Er teilt seinem Vater mit, dass er sich zum Erhalt der Ranch für seine Familie - Großmutter, Eltern, zwei Brüder und sich selbst - bei der US Army melden wird. Dieser warnt ihn, war er doch selbst in Vietnam und kann diese Kämpfe nicht vergessen. Doch er lässt sich nicht abhalten und verlässt das Reservat.

Ryan tritt 18-jährig in die Army ein. Er beginnt seine Grundausbildung in der Ellsworth Airforce Base der US Army. Er lernt einen wirklich guten Freund kennen und achten. Er ist richtig gut als Soldat und seine Vorgesetzten setzen auf ihn. Das passt den wenigsten, insbesondere weil er ein Indianer ist. Zuhause lässt er sich nur noch selten sehen.

Man lebt und bangt mit Ryan. Seine Großmutter, der Medizinmann und Ryan selbst haben die Gabe zu träumen. Ryan kann die Träume noch nicht deuten, doch die alten Indianer geben ihm Hilfestellung.

Die Autorin Brita Rose-Billert hat einen so tollen Abenteuerroman geschrieben, der spannend von der ersten bis zur letzten Seite ist. Sie zeigt die Probleme, die die Ureinwohner Amerikas mit den Weißen haben - und vor allem umgekehrt. Die Charaktere sind super herausgearbeitet. Ich bin jetzt schon ganz gespannt auf den nächsten Teil, denn dankenswerter Weise zeigt uns die Autorin, dass es einen zweiten Teil gibt. Sonst wäre ich auch ganz enttäuscht vom Ende.

"Indian Cowboy  -  Die Nacht der Wölfe" lässt sich flüssig lesen und hat das Zeug dazu, ganz groß rauszukommen. 
Der Roman ist ab dem Teenageralter bis zum Alter gut zu lesen. Er wird von mir mit der höchsten Benotung versehen.

Das Cover ist versehen mit einem jagenden Wolf im Schnee über der Fahne der Vereinigten Staaten von Amerika. Es wurde von Robert Billert entworfen.

Der Roman wurde veröffentlicht bei BoD Books on Demand, Norderstedt.



Zur Autorin Brita Rose-Billert

Brita Rose-Billert wurde 1966 in Erfurt/Thüringen geboren. Ihre Schulzeit und ihre Kindheit verbrachte sie in dem winzigen Städtchen Clingen im Kyffhäuserkreis im nördlichen Thüringen.
Als Kind faszinierten sie das Indianerspielen und hier vor allem die Pferde. Ihre Fantasien hierzu brachte sie in Kurzgeschichten zu Papier. Auch ihre Aufsätze zeugten bezüglich der Überlänge von Britas reger Fantasie.
Nach der Schulzeit absolvierte sie von 1983 bis 1986 ein medizinisches Fachschulstudium an der Medizinischen Akademie in Erfurt mit dem Abschluss zur Krankenschwester. Nach mehreren berufsspezifischen Weiterbildungsmaßnahmen ist sie heute als freiberufliche Fachschwester für Intensivpflege und Beatmung (ISB) überregional im Einsatz.
Dem landschaftlich wunderschönen Kyffhäuserkreis ist sie treu geblieben. Sie wohnt heute mit ihrer Familie in Greußen, einer Kleinstadt, die allerdings mit ihren knapp 4.000 Einwohnern die "größte Stadt" im Verwaltungsbezirk ist. Natürlich gehört ein Pferd zur Familie und das Reiten wird groß geschrieben.
Die Faszination für Pferde setzte sich bei ihr von der Kindheit an fort und so besuchte sie nach der "Wende" mehrere Indianerreservate im Norden der USA und in Kanada, wobei sie bleibende Freundschaften schloss. Hier gewann sie einen Teil ihrer Anregungen für ihre späteren Romane,

Ingar Johnsrud - Der Bote

Ein Roman, der dem Leser alles abverlangt



Das Cover macht neugierig, ein Holzhaus im eisigen Winter - dieses ist im Roman beschrieben. 

Mit "Der Bote" schreibt Ingar Johnsrud den zweiten Thriller um den Ermittler Fredrik Beier. Der Roman ist gut lesbar, ohne das erste Buch "Der Hirte" zu kennen.

Kafa Iqbal, die seit einem halben Jahr bei der Osloer Kriminalpolizei tätig ist, übernimmt ihren ersten eigenen Fall als leitende Ermittlerin. In der Villa einer alten Witwe wird die Leiche eines Mannes gefunden. Der Mann ist noch nicht lange tot. Man stellt fest, dass er Axel Thrane und damit der Sohn der Besitzerin ist. Aber dieser ist offiziell bereits vor 20 Jahren verstorben. Von der Witwe, der die Villa gehört, fehlt jede Spur.

In einem Abwasserkanal wird am anderen Ende der Stadt eine weitere Leiche gefunden. Der Mann wurde vor seinem Tod schwerstens gefoltert. Hauptkommissar Fredrik Beier und sein Kollege Andreas stellen bald fest, dass die beiden Leichen eine gemeinsame Vergangenheit haben. Diese reicht bis zum Fall der Sowjetunion zurück. Allerdings wird die Lösung des Falls erschwert. Wer hat heute noch diese Verbindungen, dass Unterlagen verschwinden?

Ingar Johnsrud lässt uns Leser immer wieder zwischendurch an einer Militäraktion 1992 teilhaben. Fünf Soldaten an der russischen Grenze - und eine tödliche Waffe, die existiert, aber nicht existieren darf.

Fredrik Beier ist ein guter Kriminalbeamter, der frisch aus dem Krankenhaus entlassen ist und dem einige Zeit fehlt. Er kann sich einfach nicht erinnern. Er muss starke Medikamente nehmen. Süchtig? Das darf der Leser entscheiden. Der Hauptkommissar ist hin- und hergerissen zwischen Exfrau, Lebensgefährtin, Sohn - letzterer lebt bei ihm und seiner Lebensgefährtin. Hinzu kommen Gefühle zu Kafa, seiner Kollegin, mit der er jetzt wieder einmal zusammenarbeitet. Sie gibt ihm persönliche Hilfestellung, als er sich von den anderen beiden Frauen gegängelt fühlt.

Das Buch ist ein starker Thriller, der Spionageroman und Krimi in sich vereint. Die zwei Handlungsstränge haben erst mal nichts miteinander zu tun. Deshalb habe ich so manches Mal zurückblättern müssen. Man muss sich sehr konzentrieren.  Doch wenn der Zusammenhang klar ist, kann man nicht schnell genug lesen. Die Spannung steigt - man wird atemlos. Bis zur allerletzten Überraschung auf der letzten Seite. 

Das Buch wurde übersetzt von Daniela Stilzebach und veröffentlicht im Verlag blanvalet.

Der dritte Roman von Ingar Johnsrud um den Ermittler Fredrik Beier ist noch nicht auf dem deutschen Markt erschienen.



Zum Autor Ingar Johnsrud: 

Ingar Johnsrud wurde 1974 in Oslo geboren und wuchs im norwegischen Holmestrand auf. Homestrand ist eine kleine Gemeinde und liegt ca 70 Kilometer südlich der Hauptstadt.
Er studierte Film- und Medienwissenschaften und begann seine Karriere als Lokaljournalist bei einer Holmestrander Zeitung. Später wechselte er zum NRK, dem Norwegischen Öffentlichen Rundfunk.
Danach war er im Ressort Politik beim größten Norwegischen Medienkonzern (VR Verdens Gang). Seit 2016 ist er freier Journalist und Autor.
Im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit berichtete er unter anderem als Stockholm Korrespondent über den Mordfall der schwedischen Außenministerin Anna Lindh und den Knutby-Fall, der sich im Umfeld einer Sekte abspielte. Hiervon hat er ansatzweise Teile in seinem Buch "Der Hirte" verarbeitet.
Johnsrud ist verheiratet und hat 3 Söhne. Er lebt seit geraumer Zeit in Oslo.
Die Fredrik-Beier-Trilogie beginnt mit "Der Hirte". Der zweite Band "Der Bote" wird hier behandelt. Der dritte ist in Arbeit.

Joanna Martin - Deine Stimme in meinen Träumen

Ein Roman um verpasste Möglichkeiten


Christiane zieht zurück in ihre Heimatstadt Schutzingen. Hier möchte sie nicht nur ihrer Großmutter, die im Altenheim ist, nahe sein. Auch ihr Freund Stefan wohnt in dieser Kleinstadt. Sie sehnt sich nach Sicherheit, die sie bei ihm finden wird. Sie selbst wird schnell eine Anstellung in einer Bank finden, da hat sie keine Zweifel.

Obwohl Chrissie ein Zahlenmensch ist, ist sie leicht chaotisch. Das liegt wohl an ihrer Mutter, die ihr Leben stets lebt, wie sie will. Aus diesem Grund wuchs Christiane auch überwiegend bei ihrer Oma auf.

Ihr Freund Stefan ist dagegen ein ganz anderer Mensch. Seine Wohnung sieht aus wie ein Schaufenster, jedes Teil hat seinen Platz. Als Chrissie ihn besucht, wagt er es sogar, ihr einen Tintenklecks mit Spucke aus dem Gesicht zu wischen. (Igitt! - Anm. von mir)

Bevor sie freudestrahlend ihre Großmutter Elisabeth im Heim besuchen kann, erhält sie den Anruf, diese sei verstorben. Christiane ist untröstlich, hat sie sie doch über alles geliebt. - Nach der Beerdigung, auf der sie sich für ihre Mutter fremdschämt, weil diese ein Indianerlied mit Trommeln aufführt und Werbung für ihre Schwitzhütten-Zeremonien macht, erhält sie einen Brief ihrer Oma.

Sie soll deren letzten Wunsch erfüllen. Sie findet einen Stapel Liebesbriefe. Diese sind allerdings nicht an ihren bereits verstorbenen Opa gerichtet, sondern an einen fremden Mann. Dieser Mann soll die Briefe nun erhalten. Sollte er tot sein, möge Chrissie sie doch auf sein Grab legen. Sie lässt alles stehen und liegen und fliegt nach Kanada, um den eindringlichen Wunsch ihrer Oma zu erfüllen.

Eine Reise ohne absehbares Ende beginnt. Während dieser Reise lernt sie Robert kennen. Er ist der Enkel von Wilhelm, der großen Liebe ihrer Oma. Auch sich selbst sieht sie plötzlich mit ganz anderen Augen.

Die Geschichte ist flüssig zu lesen. Zeitlich erleben wir die Liebe von Elisabeth und Wilhelm von Beginn an über den Nachlass der Briefe, und wir erleben noch Überraschungen.

Wer sich wundert, dass Chrissies eigene Geschichte etwas vorhersehbar ist, sollte nicht vergessen, dass es um Elisabeth und Wilhelm geht! Chrissie ist ein Mensch, der sich gut in andere hineinversetzen kann, es dauert sie, dass diese Liebe sich nicht so erfüllen konnte. Sie merkt, dass sie selbst sich sehr viel nach anderen richtet. Ob sie sich ändert?

Joanna Martin ist eine tolle Autorin, sie beschreibt die wunderbare Natur Kanadas, man merkt, dass sie dort nicht nur im Urlaub war, sondern auch zwei Jahre in Kanada lebte.

Dieser nette, kurze Urlaubsroman erscheint im FeuerWerkeVerlag. Ich denke, wir sollten sie anspornen, weiter zu schreiben.


Zur Autorin Joanna Martin:

Joanna Martin ist eine echte Schwäbin und in Trossingen am Rande des Schwarzwaldes geboren und aufgewachsen.
Die Ambivalenz jeder Jugend ließ sie zunächst mit 17 Jahren ein Schauspielstudium aufnehmen und abschließen, obwohl sie bereits als Kind Schriftstellerin werden wollte.
Da die Kunst oft eine brotlose werden kann, machte sie dann, nach kleinen Rollen und etlichen Castings sicherheitshalber eine "g´scheide" (O-Ton) Ausbildung zur Restaurantfachfrau.
2013 kehrte sie dem Ländle den Rücken und ging nach Yukon in den Westen Kanadas. Sie verdingte sich als Journalistin und studierte kreatives Schreiben. Sie schrieb ihre eigene Kolumne für What’s up Yukon, KonLit (Yukon Literature), und Reiseartikel für verschiedene Deutsche Zeitungen (Schwarzwälder Bote, 360° Kanada).
Seit 2016 engagiert sie sich unter ihrem bürgerlichen Namen ELKE REINAUER in Namibia. Informationen dazu findet man unter https://www.creabuntu.de




Gunnar Schwarz - Der Frauenwkeller

  Spannung wellenförmig Ein dunkles Cover, eine Frau geht eine Treppe hinunter.  Man findet eine bestialisch zugerichtete Leiche einer Frau ...