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Jana Porter - Pfeif auf den Prinzen, ich nehm das Alpaka

 Chaosqueen trifft auf Alpakas


Chaosqueen trifft auf Alpakas


Auf hell gelb über rose in hellbrau und rot übergehendes Cover lese ich den Autorennamen JANA PORTAS, dann folgt ein süßes weißes Alpakakind. Darüber steht der Titel. Dieses Cover und der Titel "Pfeif auf den Prinzen, ich nehm das Alpaka" haben mich sofort begeistert und dafür gesorgt, dass ich das Buch lesen musste.

Amy, 27-jährige Helikoptertochter mit argentinischen Wurzeln, backt für ihren langjährigen Freund Ben erstmals einen Kuchen. Er soll was besonderes sein. Etwas besonderes ist der Kuchen eh, denn Amy hat zuvor noch nie gebacken. Sie erwarte innerlich, dass er heute, zu ihrem 4-jährigen Jubiläum mit einem Verlobungsring um ihre Hand anhalten will. Sie ist sehr aufgeregt. Abgelenkt durch ein Telefonat verpasst sie, nach dem Backofen zu sehen. Der Schokokuchen ist verbrannt. Doch sie hat Zeit für einen zweiten. Diesmal kommt es zum Schlimmsten: die Flamme im Gasofen ist aus, obwohl sie das Gas aufgedreht hatte. Sie weiß nicht seit wann. - Als sie die Flamme erneut anfacht, kommt es zu einer Explosion, die ihr die Haare und das Gesicht versengt. 

Und das ist der Anfang vom Ende dieses Jubiläumstages. Ja, sogar die Beziehung mit Ben wird heute von ihm beendet. Im Kindergarten hatte sie auch gekündigt, sie würde jetzt mehr Übersetzungen machen. Sie fühlt sich mies, so vogelfrei.

Da kommt ihr der Brief einer Cousine ihres Vaters, die sie Tante Morena nennt, aus Argentinien gerade recht. Sie bittet sie, nach Argentinien zu kommen und ihr zu helfen, die Estancia für Touristen zu öffnen. Zwar ist die Estancia in Argentinien über 1100 km von München entfernt, doch Amy sieht es so, dass sie nichts falsch machen kann. Gegen die Wünsche ihrer Eltern lässt sie sich darauf ein.
Und so begibt sie sich wenige Wochen später auf das Abenteuer Argentinien. 

Und dieses Abenteuer hat die Autorin Jana Porter derart schön und spannend geschildert, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Sie schreibt von den Weiten Argentiniens, den Gauchos, wilden Hunden und den süßen, wuscheligen Alpakas. Und von einem recht verschlossenen möchtegern-Gaucho, Nicolas. Ein verschlossener Mann mit einem düsteren Geheimnis. 

Der Debütroman von Jana Porter kann nur ein Erfolg werden. Sie hat so viel Selbstironie (Amy) und Schalk zwischen den Zeilen versteckt, witzige Situationen geschildert - dazu kommt ein Papagei namens Messi - , uns die argentinischen Temperamente erleben und auch mitzittern lassen. Der Roman wird überwiegend von Amy in der Ich-Form geschildert.

Die Autorin hat alle Protagonisten sehr gut beschrieben und es dauerte nicht lange, da wurde das Lesen für mich zur Sucht. Und weil es so schade war, dass der Roman zu Ende ging, hab ich auch den Anhang bis zum letzten Buchstaben gelesen.  Ich hoffe, dass Jana Porter weiter Romane schreiben wird, ihr Schreibstil ist mitreißend.

Ich bin sehr begeistert und empfehle diesen Roman unbedingt, er bekommt von mir die höchste Benotung.



Zur Autorin Jana Porter:

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