Dieses Blog durchsuchen

Aurélie Valognes - Madame Colette und das Talent zu leben

Freundschaft, die keine Klassen kennt


Das knallgelbe Cover lässt bereits vermuten, dass der Roman gut unterhalten wird. Auf einer weißen Bank sitzt eine zierliche Frau mit Hut, die nur von hinten zu sehen ist. Neben ihr ist ein kleiner Spitz zu sehen. Ganz oben in grünblau lesen wir den Namen der Autorin Aurélie Valognes, darunter in großer weißer Schreibschrift den Titel "Madame Colette und das Talent zu leben". 


Die 36-jährige Rose verliert ihre Arbeit als Tagesmutter, als die Familie mit ihrem kleinen Kind wegzieht. Immer schon hat sie mit kleinen Kindern gearbeitet, ihre Ausbildung als Kinderkrankenschwester hat sie nie abgeschlossen, weil sie damals selbst ein Kind bekam. Zudem erklärt ihr 18 Jahre alter Sohn ihr, dass er ausziehen wird, um mit seiner Freundin zusammenzuziehen. Für Rose bricht eine Welt zusammen. 

Da erhält sie ein Arbeitsangebot als Gesellschaftsdame. Sie erhält lediglich die Adresse und keine weitere Anleitung. Ihre (ein-)gebildete Arbeitgeberin hört ihr gar nicht zu und scheint sie als niederes Fußvolk zu sehen, mit dem man besser nicht mehr als notwendig redet. Da sie ein horrendes Gehalt bekommen soll, beschließt Rose nach Rücksprache mit ihrer Schwester Lili, sich diese Stelle einmal anzusehen.


Als sie die "Wohnung" erstmalig betritt, teilt ihr die Abeitgeberin lediglich mit, wann sie wieder da sein wird und reist ab. In der Wohnung trifft sie auf einen Hund und eine ältere Dame, Madame Colette Lupin, deren Wohnung mit der ihrer Tochter verbunden ist.


Erst eine Woche später erfährt Rose, dass sie als Gesellschaftsdame für Pépette, die Hündin eingestellt wurde und nicht für die spleenige alte Dame. Der überkandidelten Véronique ist ihre Mutter mehr als egal. Dessen ungeachtet verlebt Rose bei ihrem nächsten Einsatz jedoch ihre Zeit überwiegend mit der spleenigen, aber liebenswerten Colette. Es entwickelt sich eine besondere Freundschaft zwischen ihnen, wobei es Colette im Gegensatz zu ihrer Tochter ganz egal ist, dass Rose aus völlig anderen Kreisen kommt.


Dieses Buch habe ich quasi aufgesaugt. Wenn man einmal ganz abschalten möchte und sich gedanklich nach Paris begibt, kann man amüsiert diese Geschichte verfolgen und miterleben. Die Autorin hat die drei Hauptprotaggonisten einmalig gut dargestellt, ich hätte so manches Mal gerne Mäuschen gespielt. 


Mit Roses Abgang aus dieser Anstellung hätte der Roman gut enden können. Doch was ist mit ihrem Sohn, der unbedingt den Namen seines Vaters erfahren möchte? 


Wie es hier weitergeht, hat Aurélie Valognes auch noch mit in den Roman aufgenommen, allerdings in Riesenschritten, was leider so gar nicht zu dem Hauptteil des Romans passt. Es wirkt alles wie zusammengezimmert, dabei hätte man damit sicher gut einen weiteren Roman füllen können. Nachdem ich mich im Hauptteil richtig wohlfühlte, war ich enttäuscht, als nach den ersten angehängten Abschnittten noch weitere kurze folgten. Dies hat leider zur Folge, dass ich keine 5 Sterne mehr vergeben kann.

Doch insgesamt lege ich den Lesern dieses Buch an Herz, denn fürs Herz wurde es geschrieben, ein echtes Wohlfühlbuch. 


Es wurde verlegt am 20.07.2020 bei Rowohlt Taschenbuch und ist auch als e-Book erhältlich. Aus dem Französischen übersetzt von Anja Malich.

Christiane Kromp - NAGASHINO III: Onryo . Nirgendwo ist ein Entkommen

 Zeitreise in Japan


Auf dem Cover sehen wir einen jungen Mann und eine junge Frau im geblümten Kimono mit einer Blume im Haar. Hinter ihnen ist eine Stadt zu sehen, da diese beleuchtet ist, befinden sie sich wahrscheinlich im 21. Jahrhundert. Über dem Titel "Nagashino III - Onryo - Nirgendwo ist ein Entkommen." lesen wir den Namen der Autorin Christiane Kromp. Unten rechts befindet sich das Zeichen des Traumschwingen Verlags, in dem der Roman verlegt wurde. 


Der junge Kenshin, den wir in den Romanen Nagashino I und II ins 16. Jahrhundert begleiteten und wieder zurück, trifft anderthalb Jahre später in Nagasaki errneut auf seine geliebte Kohana. Wie ist sie ins 21. Jahrhundert gekommen und warum? Weiß sie, wie sie wieder zurück in ihre Zeit kommen kann und kann sie ihn dann mitnehmen oder bleibt sie jetzt bei ihm? Was werden seine Eltern sagen, er ist ja noch nicht erwachsen in unserer Zeit. Im 16. Jahrhundert war das alles anders. 


Kenshin träumt und sieht ständig zwei seltsame Zeichen, aber nur er, sein Vater würde ihm nicht glauben. Kohana fühlt sich von Geistern verfolgt und selbst Kenshin kann so etwas nicht glauben. Dann passieren schlimme Sachen, von denen seine Eltern annehmen, Kohana sei schuld daran. Kenshin glaubt das aber nicht. Er lässt sich alles von Kohana erzählen, was sich in seiner Abwesenheit zugetragen hat und merkt, dass er noch einmal mit ihr reisen muss, um seiner Familie in der Vergangenheit zu helfen.


Die Autorin Christiane Kromp hat mich wieder sehr gefesselt und natürlich! genau dann den Roman enden lassen, wenn er am spannendsten ist.

Die Protagonisten sind gut beschrieben, auch Kenshins Gedanken, es wird ja aus seiner Sicht berichtet.


Im Anhang kann man noch die Übersetzung japanischer Vokabeln und Namen lesen. Wie ich es von der Autorin gewöhnt bin, hat sie sehr gut recherchiert. Es ist mal ganz was anderes, Abenteuerbücher über Japan zu lesen.


Ich finde es ganz toll, dass sie sich der japanischen Geschichte gewidmet hat. Sie verspricht uns, dass noch vier weitere Romane um Kenshin folgen werden, danach folgt ein weiteres Sequel mit drei Romanen. Ich freue mich schon sehr darauf.


Der Roman erhält von mir 5 Sterne. Ich kann reinen Gewissens empfehlen, diese Reihe zu lesen. Sie ist mit Sicherheit etwas für jugendliche Leseratten, gleich welchen Geschlechts. Aber auch Ältere kommen auf ihre Kosten.


Catherine Shepherd - Mooresschwärze

 Die Mayas in Köln? 


Cover Dunkle is schwarze Schatten umranden den weißen Innenraum, es sieht aus, als wandele eine junge Frau in weißem Nachthemd oder Abendkleid im Schnee in die Dunkelheit hinein. Fanz oben in großen weißen Lettern der Name der Autorin Cathrine Shepherd, ganz unten in Rot und ebenfalls in großen Lettern der Titel des Thrillers "Mooresschwärze".


Julia Schwarz wurde wegen einer Tragödie um ihren kleinen Bruder Rechtsmedizinerin. Sie wird von Kommissar Florian Kessler zu einem Tatort im Moor bestellt. Es sieht so aus, als sei sie ertränkt worden. Doch das wird zuletzt die Autopsie zeigen. Aber daraus wird erstmal nichts, denn die Leiche kommt nicht in der Rechtsmedizin an. Wer hat ein Interesse an einer Leiche? Der Täter? Julia wird unruhig und sucht noch einmal die Gegend um den Tatort auf. Sie wird fündig, statt des verlorengegangenen Leichnams findet sie nahe eines Parkplatzes blutige Wäsche. Dann taucht eine weitere Leiche auf. Auffallend hierbei sind seltsame Tatoos auf den Leichen. Handelt es sich um einen Serientäter? Was bedeuten die Tatoos, die die einzige Gemeinsamkeit der Toten sind? Sind es tatsächlich Zeichen der Mayas?


Dieser Thriller macht von Anfang an sehr neugierig. Man kann sich alles gut vorstellen. Die Autorin hat die Charaktere sehr gut herausgearbeitet. Kriminalkommissar Kessler und Julia Schwarz sind bereits ein eingespieltes Team, sie können sich aufeinander verlassen. Die Spannung steigt und wir ermitteln mit, bis sich die Ereignisse überschlagen und es auch für die Protagonisten sehr brenzlig wird.


Die Autorin schreibt sehr authentisch und lässt sich gut lesen. Da wir auch andere Teilnehmer dieses Falls begleiten, aus deren Sicht berichtet wird, werden das Lesen und die Handlung nie langweilig.


Der Thriller ist der erste der dritten Reihe (Julia Schwarz - Thriller) von Cathrine Shepherd. Er erscheint im Kafel Verlag. Er bekommt von mir 4 Sterne.

Susan Hatler - SIEH MICH

 Mitreissender Fantasy-Roman


Cover: das Gesicht eines jungen blonden Mannes mit stechenden grünen Augen sieht uns an, an den Seiten ist es leicht durchscheinend, der Titel "SIEH MICH" ist in großen gelben Lettern darüber geschrieben, darunter lesen wir halb so groß in Weiß den Namen der Autorin Susan Hatler. 


Die 16-jährige Amy hat endlich ein Date mit ihrem Schwarm Alex. Ihre zwei besten Freundinnen sind vorher bei ihr und machen ihr Mut, und noch so einiges mehr, womit Amy eigentlich nicht einverstanden ist. Als aber ihre Freundin Nicole ein Ouija-Brett hinlegt, um die Geister zu befragen, - woran, ehrlich gesagt, Amy, Brynne und auch Nicole nicht so recht glauben - wie ihr Date verlaufen wird, lässt sie sich notgedrungen darauf ein.

Naja, viel erfährt sie nicht. Sie macht sich auf den Weg zu ihrem Date, als Alex bei ihr ankommt. Das Date verläuft ganz anders, als es sich überhaupt jemand vorstellen kann.

Montags in der Schule hat Amy das Gefühl, von jemandem, um nicht zu sagen, einem Geist beobachtet zu werden. Sie traut sich nicht, dies ihren Freundinnen zu sagen, die hielten sie dann für übergeschnappt.

Aber es hatte sich etwas in der Schule ereignet, von dem niemand ettwas mitbekommen hatte, leider. - Hinzu kommt, dass der Schwarm ihrer Freundin Brynne mit ihr essen gehen möchte. Das darf alles nicht wahr sein! Als ob sie ihrer Freundin dazwischen funken würde!


Sie spricht den sogenannten Geist zuhause an und dann überschlagen sich die Ereignisse.


Die Autorin Susan Hatler schreibt in einem sehr kurzweiligen, unterhaltsamen Stil. Ich bin 67 Jahre alt und kann mir sehr gut vorstellen, dass junge Frauen, die 45-55 Jahre jünger sind als ich, diesen Roman verschlingen werden. Die Charaktere der handelnden Personen sind sehr gut dargestellt. Man kann sich jederzeit in sie hineinversetzen. Mit viel Esprit und Vevre berichtet Susan Hatler aus Amys Sicht in der Ich-Form über die Versuche, eine Lösung für diesen Geist, der übrigens eigentlich genauso alt ist wie sie, zu finden. Bei der schwierigen Suche sind alle Freunde zusammen und gegen alle Widrigkeiten wollen sie dem noch lebendigen Geist helfen - auch wenn sie dazu sehr seltsame Wege gehen müssen, um anderen ihre Sorge glaubhaft zu machen.


Der Roman wurde im Selbstverlag (independent published) am 05.12.2018 als Taschenbuch (284 S.) und als e-Book herausgegeNatürlich empfehle ich ihn weiter. ben. Ich weiß auch schon, wem ich ihn schenken werde. 

Catherine Shepherd - Die Autopsie

 Leider ein abruptes Ende



Das dunkel gehaltene Cover, auf dem wir in knalligem Rot den Titel "Die Autopsie" und darüber in weißen Lettern den Namen der Autorin Cathrin Shepherd lesen können, verrät uns, dass der Roman einen Thriller ist. 


Die Medizinstudentin Julia verdient sich etwas Geld zu ihrem Unterhalt in der Anatomie, indem sie an den Tischen der Anatomie als Tutorin Fragen der Erstsemester beantwortet. Sie selbst ist im letzten Semester. Ab dem nächsten Tag darf sie in der Rechtsmedizin arbeiten. 


Eines Tages wird ein Studienkollege, der ebenfalls Tutor in der Anatomie ist, vom Tisch weg von der Polizei abgeholt. Dieser Studienkollege ist Mitglied der selben Wohngemeinschaft wie sie. Sie traut ihm eigentlich nichts schlimmes zu. Er wird sicher nur als Zeuge eines Vorfalls befragt. 


Doch weit gefehlt. Es geht um viel Schlimmeres. Er soll seine Exfreundin umgebracht haben.


Zusätzlich hilft sie neben ihrem Studium in der Unfallchirurgie des Krankenhauses aus. Auf der Unfallstation liegt eine junge Frau, Opfer eines Autounfalls. Diese interessiert Julia sehr. Hoffentlich gesundet diese bald, so dass sie mit ihr sprechen kann.


Cathrine Shepherd hat bereits eine Reihe von Romanen über die Rechtsmedizinerin Julia geschrieben. Dieser Roman zeigt uns, wie alles begann.

Dennoch rate ich, nicht mit diesem Roman zu beginnen, denn es ist nicht ihr bester. Unter anderem kommt das Ende mit der Lösung zu abrupt. Gerade noch konnte ich miträtseln, war der Spannungsbogen stark gespannt. Ich empfand das Ende, als würde man in einen prall aufgepusteten Luftballon mit einer Nadel hineinstechen.


Verlegt wurde das eBook 2020 im Kafel Verlag, das Hörbuch im Januar 2022 bei Steinbach Sprechende Bücher.

Hanna Holmgren - Winterträume in den Fallbury Hills - Herzklopfen in Schottland

Ein schönes Frauenbuch


Cover: Ein Winterbild, fallende Schneeflocken vom dunklen Himmel, im Hintergrund ein kleines Dorf, ganz vorne schneebedeckte Klippen, dazwischen das Meer. Ganz oben in Blau der Name der Autorin Hanna Holmgren, gleich darunter in Rot: Winterträume in den Fallbury Hills. Unten links in Stempelform und klein: Herzklopfen in Schottland. 

Hannah liebt ihre Heimat, ein kleines schottisches Küstendorf namens Fallbury. Hier leben ihre Eltern, denen sie liebevoll zugetan ist und ihre besten Freundinnen. Aber auch die Bewohner kennt sie alle. Man lebt wie inmitten einer großen Familie.

Ihr Freund hat sich gerade auf unpersönliche Art aus ihrer Beziehung geschlichen. Damit ist er Hannah aber nur zuvorgekommen, nur hätte sie das persönlicher getan. Kurz, sie versinkt nicht in Trauer um diese Beziehung, sondern sieht deren Ende als einen weiteren Neuanfang in ihrem Leben.


Sie ist sich darüber im klaren, dass sie hier auf dem Land schwerlich einen festen Freund für die Zukunft finden wird. Dennoch kommt es für sie keinesfalls in Frage, in die Großstadt zu ziehen. Zu sehr ist sie in ihrem Dorf verwurzelt und liebt ihre Heimat.


Womit sie nicht rechnen kann, worauf sie sich aber auch schnell einläßt, sind einige Veränderungen in ihrer Umgebung. So geht die Ehe ihrer Freundin Ivy in die Brüche, womit tatsächlich keiner gerechnet hat. Ihre andere Freundin Phoebe und sie schließen gemeinsam mit Ivy einen Pakt: erst mal keine Männergeschichten mehr! Damit wollen sie Ivy beistehen. Doch alles kann man nicht berücksichtigen.


Die Autorin Hannah Holmgren beschreibt ein kleines Küstendorf und seine Bewohner, so dass der Leser sie bald kennenlernt. Die Protagonisten dieses Romans sind gut dargestellt. In die Gefühle der Mitwirkenden kann man sich gut hineindenken.


Dies ist ein romantischer Liebesroman, auch wenn einige der Steine auf dem Weg zum Glücklichsein sehr willkürlich hingelegt wordem sind. Man hätte gut auf sie verzichten können. Wer eine schöne Unterhaltung sucht, findet sie mit Hanna Holmgrens Roman "Winterträume in den Fallbury Hills - Herzklopfen in Schottland 2". Den ersten Band muss man nicht zwingend zuvor gelesen haben. 

Das Buch wurde verlegt im Feuerwerke Verlag im Dezember 2022.

Verena Dahms - CHARLOTTE - Sehnsucht nach Leben

 Sehr einfühlsam



Das dunkle Cover zeigt eine junge Frau auf einer Theaterbühne, die auf eine Schneiderbüste schaut. Hinter ihr sehen wir einen leeren Zuschauerraum. Darunter ganz groß "CHARLOTTE" eingerückt dann "- Sehnsucht nach Leben -" Ganz oben lesen wir den Namen der Autorin Verena Dahms. 


Charlotte möchte Schauspielerin werden. Leider besteht sie im Gegensatz zu ihrer besten Freundin, die ebenfalls diesen Wunsch hegt, die Aufnahmeprüfung für die Schauspielerschule nicht. Sie ist zu nervös. Eine weitere Prüfung traut sie sich nicht zu. Da sie sehr gut zeichnen kann, empfiehlt ihre Freundin ihr, eine Schneiderlehre zu machen, um später alsd Kostümbildnerin fürs Theater arbeiten zu können.


In ihrem jungen Leben hat Charlotte bereits leider schon schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht. Dies zeichnet ihr weiteres Leben vor. Eine unbeschwerte Freizeit kann sie nur in Begleitung ihrer Freundin erleben.


Die Autorin zeichnet das heutige Paris, zeigt unterschiedliche Schichten, so kommt Charlottes Freundin aus einem begüterten Haus, ihre Mutter ist Schauspielerin, wohingegen Charlottes Mutter, mit der sie allein lebt, putzen geht. Der ältere Guillaume ist gefragter Journalist, als er die digitale Sparte seiner Zeitung übernehmen muss, kündigt er, um seinen Traum wahrzumachen. Er möchte einen Roman schreiben. Weil er von Madagaskar kommt, soll der Roman auch dort spielen. Er will das Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich, zwischen Männern und Frauen, herausarbeiten. Sein junger Freund und ebenfalls Journalist, nimmt seinen ehemaligen Platz bei der Zeitung ein. Doch auch er hat sich etwas vorgenommen. Er will anprangern, dass auch heute noch Frauen in die Opferrolle gedrängt werden, sie als Fußabtreter und Schlimmeres benutzt werden. 


Das leider heute noch sehr aktuelle Thema hat Verena Dahms sehr vorsichtig angepackt und dennoch durch die Figur Charlotte äußerst glaubhaft geschildert. Man erlebt alles mit, fiebert mit ihr und kann ihre Scham fühlen. Ja, manchmal kann man besser mit Fremden über gewisse Sachen sprechen, dieses Glück widerfährt ihr und sie kann endlich ihren Weg weiter fortsetzen.


Verena Dahms har ihre Protagonistin Charlotte aus dem Buch treten lassen, man muss auch nach dem Lesen noch oft über dieses Thema nachdenken. 


Ich werde weiterhin gerne ihre Romane lesen und kann auch diesen Frauenroman absolut empfehlen.


Dieses Buch wurde am 25.11.2022 herausgegeben.

Gunnar Schwarz - Der Frauenwkeller

  Spannung wellenförmig Ein dunkles Cover, eine Frau geht eine Treppe hinunter.  Man findet eine bestialisch zugerichtete Leiche einer Frau ...